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Neue Erkenntnisse zum zerstörten Kloster Retters


Dank Hertha und Felix von Richter-Rettershof, den letzten privaten Eigentümern des Rettershofes, erinnern religiöse Kunstwerke allerorts am Gutshof an seine Ursprünge als „Kloster Retters“ (1146).
Rund 400 Jahre lang widmeten sich hier bis zu 50 Nonnen des Prämonstratenserorderns der Seelsorge, Ausbildung sowie der Armen- und Krankenpflege.
Mit der Reformation wurde das Kloster 1559 aufgelöst, die Gebäude verfielen, 100 Jahre später waren selbst seine Trümmer verschwunden.

Nach einer archäologisch- geophysikalischen Prospektion des Archäologen Martin Posselt und der bauhistorischen Analyse von Dr. Beate Matuschek ist es nun gelungen, den Grundriss zu rekonstruieren.
Durch magnetographische Untersuchungen sowie eine Radarortung am heutigen Reitplatz konnten Fundamente aus der Klosterzeit, die auf den Kreuzgang hinweisen, lokalisiert werden.
Der Verlauf der in Teilen erhaltenen Klostermauer wurde mit GPS Ortung überprüft. Eine Sichtung von Funden und Aufzeichnungen sowie ein Abgleich mit Klosterplänen rundeten den mutmaßlichen Grundriss des ehemaligen Prämonstratenserinnenklosters ab.  

Das Prämonstratenserinnenkloster am Rettershof ist das einzige Kloster zwischen Main und Taunus.

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