Arbeiten an den Gehölzsäumen im Naturschutzgebiet Braubachtal (Hornau)


Arbeiten an den Gehölzsäumen im Naturschutzgebiet Braubachtal (Hornau)

Im Naturschutzgebiet Braubachtal in Kelkheim-Hornau wurden in den vergangenen Tagen Bäume am Waldrand gefällt. Dies ist laut der Naturschutzbehörde eine notwenige Maßnahme, damit sich die zum Naturschutzgebiet gehörenden Wiesen wieder Richtung Wald ausdehnen können.

Die artenreichen „Glatthafer-Wiesen“, die „Waldsimsenwiesen“, die „Seggenriede“ und der „Erlensaum“ am Bach im Braubachtal sind unter Schutz gestellt. Der sich immer weiter ausdehnende Waldrand sorgt jedoch für eine Beschattung der ohnehin schon schmalen Wiesenfläche dieses Naturschutzgebietes. Daher wurden an den Wiesenrändern Bäume gefällt, damit die geschützten Wiesenlebensraumtypen wieder mehr Licht erhalten und sich Richtung Wald ausdehnen können.

Die entnommenen Bäume werden komplett gehackt und dann abgefahren. Anschließend soll ein sogenannter Forstmulcher die Stöcke der gerodeten Bäume mulchen und so die Mähbarkeit der Wiese an dieser Stelle wieder herstellen.

In den vergangenen Jahren wurde nur wenig an diesen Waldrändern gearbeitet, so dass sich die Naturschutzbehörde in diesem Herbst zu einem stärkeren Eingriff entschieden und HessenForst mit der Durchführung beauftragt hat.
Im kommenden Frühjahr wird die bearbeiteten Flächen von der Natur wieder zurückerobert und auch die Ränder der Waldwiese wieder ergrünen.

„Momentan sieht die bearbeitete Fläche sehr zerschunden aus,“ gibt Bürgermeister Albrecht Kündiger zu. „Daher kann ich auch die vielen besorgten Nachfragen der Bevölkerung bei uns im Rathaus nachvollziehen. Trotzdem ist die Maßnahme notwendig, um das artenreiche Naturschutzgebiet Braubachtal zu schützen. Denn wir wollen uns nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft, an der Schönheit und Artenvielfalt in unseren Naturschutzgebieten erfreuen und diese für Spaziergänge, Wanderungen oder Sport nutzen.“