Naturschutzrelevante Arbeiten im Braubachtal


In den nächsten Tagen, voraussichtlich ab Mittwoch, 19.09.2018, wird mit Naturpflegearbeiten im Braubachtal begonnen. Im Herbst 2017 wurde der Waldrand an der Ostseite aufgehauen und das Gehölz entfernt.

Bei den nun folgenden Arbeiten werden die verbliebenen Wurzelstöcke entfernt und gemulcht. Die Wurzelstöcke haben teilweise schon wieder Ausschläge gebildet und beginnen die Rodungsfläche erneut zu begrünen.

Zeitgleich werden auf dem Braubachtalweg bis zur Grenze des Naturschutzgebietes notwendige Wegeinstandsetzungsarbeiten durchgeführt. Nach Beendigung dieser Arbeiten werden die Randflächen in die Wiesenmahd integriert um auf diesem Wege das Tal dauerhaft offenhalten zu können. Zwischen dem Weg und der Wiese wird an vielen Stellen wieder eine Entwicklung von Hecken und saumartigen Strukturen zugelassen.

Diese Maßnahmen müssen ausgeführt werden, da das Braubachtal bei Hornau ein schmaler Wiesenzug ist , der links und rechts von Wald begrenzt wird und nur so erhalten werden kann.

Seit der Unterschutzstellung 1996 wurde auf dem Gebiet im Sinne des „bewahrenden Naturschutzes“ keine Gehölzpflege mehr durchgeführt. Lediglich die Wiesen wurden in regelmäßigen Abständen gemäht.

Dies hatte zur Folge, dass sich von der Seite ein Gehölzsaum ausbreitete, der immer mehr in die Wiese hinein wuchs. Da das Tal an sich schon sehr schmal ist, wurde als Folge der Beschattung eine Wiesenbewirtschaftung immer schwieriger.
Das in der Verordnung des Naturschutzgebiets festgelegte Schutz- und Pflegeziel ist die "Erhaltung und Entwicklung artenreicher Grünlandlebensgemeinschaften durch eine standortangepasste Wiesennutzung und die Offenhaltung des Tals".

Bürgermeister Albrecht Kündiger: „Ich bitte alle Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer um Verständnis für eventuelle Beeinträchtigungen durch die Wegeinstandsetzungsarbeiten. Diese Maßnahme ist wichtig zum Erhalt des Braubachtales in seiner jetzigen Form. Wir können stolz und dankbar sein, solch eine Artenvielfalt an Flora und Fauna in unmittelbarer Nähe zu haben.“