Feuerwehrbedarfs- und Entwicklungsplanung

Gemäß § 3 Absatz 1 des Hessischen Gesetzes über den Brandschutz, die Allgemeine
Hilfe und den Katastrophenschutz (HBKG) sind die Gemeinden verpflichtet,
eine Bedarfs- und Entwicklungsplanung zu erarbeiten, fortzuschreiben
und daran orientiert eine den örtlichen Erfordernissen entsprechende leistungsfähige
Feuerwehr aufzustellen, diese mit den notwendigen baulichen Anlagen
und Einrichtungen sowie technischer Ausrüstung auszustatten und zu unterhalten.

Zudem wurde in der Verordnung über die Organisation, Mindeststärke und Mindestausrüstung
der öffentlichen Feuerwehren (FwOVO) festgelegt, dass sich Organisation,
Stärke und Ausrüstung nach dem Bedarf zu richten haben, der durch
einen Bedarfs- und Entwicklungsplan zu ermitteln ist.

Um eine objektive Bewertung des Gefährdungspotentials einer Gemeinde vornehmen
zu können, bedarf es einer Erfassung des derzeitigen Ausstattungs- und
Ausrüstungsstandes der Feuerwehr. Nach Festlegung eines in den rechtlichen
Rahmen eingebundenen Sicherheitsstandards wird dieser mit der vorhandenen
Struktur verglichen und anhand dessen der heutige und mittelfristige Bedarf der
Gemeinde ermittelt.

Die Feuerwehrbedarfsplanung berücksichtigt auch das Element der ehrenamtlichen
Gefahrenabwehr mit dem Ziel, dieses zu erhalten und zu fördern.

Der Feuerwehrbedarfsplan ist somit die umfassende und begründete Darstellung
der vorausschauenden Ermittlung des für die Aufgabenerfüllung notwendigen
Bedarfs an Personal, Gebäuden, Fahrzeugen und Geräten der Feuerwehren
einer Gemeinde.