Heinrich Freiherr von Gagern


Heinrich Freiherr von Gagern
Als Präsident des ersten deutschen Parlaments, der Nationalversammlung von 1848 in der Frankfurter Paulskirche, ist er der bekannteste Spross der Familie. Heinrich von Gagern wohnte vorwiegend auf seinem Gut Monsheim bei Worms oder in Darmstadt, wo er auch begraben wurde. Er weilte oft und gerne im Elternhaus in Hornau. Am 7. August 1827 schilderte der junge Regierungsassessor dem Vater seine finanziellen Verhältnisse in Darmstadt: "Ich würde Ihnen in Hornau weniger kosten als hier. Ich will lieber in Hornau mit 400 Gulden zu meiner Garderobe usw. nebst Tisch und Wohnung leben als hier mit 1300 Gulden ... Sonst leugne ich nicht, dass gerade die Aussicht, eine geraume Zeit in Hornau mir selbst leben zu können, mich vorzüglich lockt." Gagern blieb jedoch in Darmstadt. Nach seinem Rücktritt von den Ämtern des Reichsministerpäsidenten, Reichsinnen- und Reichsaußenminister im Mai 1849 zog Heinrich von Gagern von Frankfurt nach Hornau. Eine Rückkehr nach Monsheim erschien ihm wegen der Kämpfe in der Pfalz und in Baden nicht ratsam. Seine Frau und seine Kinder wohnten in Soden, wo sein Sohn Ernst geboren wurde. Im September 1849 kehrte die Familie nach Monsheim zurück.