Die Gagernhöhle


Die Gagernhöhle

Fritzens Ruhe oder die Fuchshöhle

Die Fuchs- oder Ofterdingenhöhle liegt nahe einer kleinen Fußgängerbrücke über den Liederbach und ist vom Gagernring aus zu erreichen. Der Sage nach soll dort im Mittelalter der Minnesänger Heinrich von Ofterdingen gehaust haben, nach dem er vom Sängerwettstreit auf der Wartburg gekommen sei. Wahrscheinlich jedoch wurde diese kleine Felsengrotte unterhalb des Gräbenwaldes auf Anregung Friedrich von Gagerns geschaffen oder erweitert. Dort weilte er besonders gern bei seinen Besuchen in Hornau. Die Gagernhöhle wird erstmals am 14. April 1834 schriftlich erwähnt. In einem Brief Friedrichs an seinen Vater schreibt er: "Wenn Sie meine Felsengrotte besuchen, denken Sie manchmal an mich, es ist ein wahrer Philosophensitz der Ihre Meditation begünstigen wird." Nach dem Tod des Generals im Jahre 1848 wurde die kleine Höhle am Liederbach von der Gagernfamilie "Fritzens Ruhe" genannt.

 Nach einer mündlichen Überlieferung beauftragte Friedrich den Oberknecht des Hofgutes, die vorhandene Grotte zu erweitern. Dieser, sein Name ist nicht mehr bekannt, war rothaarig und hatte den Spitznamen "Der Fuchs". So ist im Volksmund aus "Fritzens Ruhe" die "Fuchshöhle" geworden.