Was erledige ich wo?

Bezeichnung:
Sachkenntnisprüfung zum Handel mit freiverkäuflichen Arzneimitteln
Beschreibung:

Leistungsbeschreibung

Grundsätzlich dürfen Arzneimittel im Einzelhandel nur in Apotheken in den Verkehr gebracht werden. Sie sind in der Regel erkennbar durch die Aufdrucke „apothekenpflichtig“ oder „verschreibungspflichtig“.

Außerhalb von Apotheken dürfen nur so genannte freiverkäufliche Arzneimittel vertrieben werden. Für den Verkauf von freiverkäuflichen Arzneimitteln bedarf es der Sachkenntnis des Unternehmers oder einer von ihm mit der Leitung des Unternehmens oder mit dem Verkauf beauftragten Person. Bei mehreren Betriebsstellen ist eine Person mit Sachkenntnis für jede Betriebsstelle erforderlich.

Als Sachkenntnisnachweis werden bestimmte Prüfungen und Nachweise anerkannt (§§ 10 und 11 der Verordnung über den Nachweis der Sachkenntnis im Einzelhandel mit freiverkäuflichen Arzneimitteln). Hierzu gehören z. B. das abgeschlossene Pharmaziestudium, die Kaufmannsgehilfenprüfung als Drogist oder die Abschlussprüfung als Apothekenhelfer. Zum anderen gilt jedoch auch als sachkundig, wer vor 1978 nach Ablegung der Kaufmannsgehilfenprüfung eine praktische Tätigkeit von mindestens 3 Jahren in einem Handelsbetrieb mit freiverkäuflichen Arzneimitteln oder eine 5-Jährige kaufmännische Tätigkeit, davon 2 Jahre in leitender Funktion, mit freiverkäuflichen Arzneimitteln nachweist.

Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, muss eine Sachkenntnisprüfung vor einem Prüfungsausschuss einer Industrie- und Handelskammer ablegen.
 

An wen muss ich mich wenden?

Zuständig ist grundsätzlich die Industrie- und Handelskammer (IHK), in deren Bezirk das Unternehmen oder die Person, die verkaufen will, ansässig ist.

Für die IHKs Darmstadt, Hanau, Offenbach und Wiesbaden nimmt die IHK Frankfurt/Main diese Aufgabe wahr.

Für die IHKs Lahn-Dill und Limburg nimmt die IHK Gießen-Friedberg diese Aufgabe wahr.

Für Arzneimittel, die zur Anwendung bei Tieren bestimmt sind, ist das Regierungspräsidium Darmstadt für ganz Hessen zuständig.
 

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Anmeldung zur Prüfung zu einem der Prüfungstermine
  • Nachweis über die Entrichtung der Prüfgebühr
  • Identitätsnachweis (z. B. Bundespersonalausweis)
     

Welche Gebühren fallen an?

Die Prüfungsgebühren werden von den Kammern aufwandsbezogen ermittelt und können im Einzelnen abweichen.

Rechtsgrundlage

Verordnung über den Nachweis der Sachkenntnis im Einzelhandel mit freiverkäuflichen Arzneimitteln (AMSachKV) sowie das dieser Verordnung zugrunde liegende Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz - AMG)

Hier insbesondere die §§ 10 und 11 der AMSachKV. Die Anforderungen an die Sachkunde ergeben sich aus § 4 AMSachKV.
 

Was sollte ich noch wissen?

Weitere Beratung bei Fragen zur Prüfung erhalten Sie bei den örtlichen IHKs.