Vielfältige Kulturlandschaft

Thomas Berger

Der Autor und Lyriker Thomas Berger hat seit 1979 mehrere Bücher veröffentlicht und Beiträge in 80 Anthologien publiziert  ̶  Gedankliche Kurzprosa, Erzählungen, Gedichte, Haikus, Essays und Aphorismen:

Buchveröffentlichungen: u.a. Pforte zur Rückkehr (2010), Zwischen Aleph und Tau (2010), Widerhall des Unsagbaren (2011), Inseln im Zeitstrom (2011), Garten wilder Anmut (2012), Solopart (2014), Absurdität und Glück (2015), Kuriose Begegnungen (2015). Im Jahre 2016 verfasste er sämtliche Begleittexte für den Kunstband von Jörg Strobel: Gesichter einer Stadt. Zuletzt erschienen: Worte in Stein (2016) und Orte und Worte (2016); er ist auch vertreten in dem Sammelband Kelkheim schreibt ein Buch (2016).

2012 erhielt Thomas Berger den Inge-Czernik-Förderpreis für Lyrik, 2014 den Sprachpreis des „Verein Deutsche Sprache“ (VDS). Berger, der 1952 in Magdeburg geboren wurde, fühlt sich vor allem der Kultiviertheit der Sprache verpflichtet. Er unterrichtete von 1980-2016 hauptberuflich Latein und Ev. Religionslehre am Dr. Richter Gymnasium in Kelkheim.

Der Schriftsteller verfasst nicht nur Texte, er fertigt auch Post- und Briefkarten mit eigenen Fotografien und Gedichtzeilen an. Außerdem liegen von ihm sieben Schriften zu verschiedenen Themen vor, u.a. Vom Glück des Lesens (2014) und Wert und Schönheit der Sprache (2014).

Mitgliedschaften von Thomas Berger: Freier Deutscher Autorenverband (FDA), Deutsche Haiku-Gesellschaft, Künstlerkreis Kelkheim, Museumsverein Kelkheim und ehrenamtliches Redaktionsteam der Kelkheimer Herbstblätter.

Am 9. Oktober 2016 führte er auf Anregung des Kulturreferates zum dritten Mal einen Poetry Slam im Kulturbahnhof Kelkheim-Münster durch. Schülerinnen und Schüler trugen in einem Dichterwettstreit eigene Texte vor. Thomas Berger  moderierte auch in diesem Jahr.

Die Kelkheimer Kulturszene wird damit durch die Aktivitäten von Jugendlichen bereichert, erklärt der Organisator. Am 22.10.2017 findet der 4. Kelkheimer Poetry Slam statt.

Weitere Informationen und aktuelle Termine (Lesungen, Vorträge, Projekte) gibt es im Internet: www.autor-thomas-berger.de


Regina Berlinghof

Regina Berlinghof wurde 1947 in Freiburg geboren, kam aber bereits in ihrer Kindheit in die Rhein-Main-Region. Nach dem Jura-Studium in Frankfurt arbeitete sie als freiwillige Helferin in einem Kibbuz in Israel und lebte später zwei Jahre lang im ägyptischen Kairo.

Ihre erste Geschichte „Kundry“ veröffentlichte  Regina Berlinghof in der Anthologie „Sommerfest“ (DTV-Verlag), 1997 folgte ihr Roman „Mirjam. Maria Magdalena und Jesus“ im Verlag Dietmar Klotz, Eschborn.

Ihr Erzählband „Wüste, Liebe und Computer“ erschien in ihrem 1999 gegründeten eigenen Verlag namens YinYang Media.

Im Mai 2003 folgte, ebenfalls im eigenen Verlag, ihr Roman „Schrödingers Katharina oder Liebe am anderen Ende der Welt“. Weitere Informationen zu Regina Berlinghof und ihrer Arbeit gibt es auf www.regina-berlinghof.de

 (Text: Anne Zegelmann)


Uta Franck

Uta Franck ist die Expertin in Kelkheim, wenn es um Märchen und Sagen geht. Denn sie erzählt nicht nur bekannte Märchen der Brüder Grimm und Sagen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden – sie erfindet sie auch immer wieder neu.

Uta Franck veröffentlichte die Bücher „Der Prinz im Schaffell“ (YinYang Media Verlag), „Kelkheimer Märchen und Sagen“ (Verlag Blei&Guba, Hofheim), „Elisabeth Levenstedt“ (Dr.Gisela Lermann-Verlag, Mainz) und „Unterwegs oder Die Schleusenwärterin ist ein Kunstwerk von Barlach“ (Lectura-Verlag).

Aktuell schreibt sie auf Anregung der Stadt Kelkheim an einem Buch zu den Sagen des Main-Taunus-Kreises.

2006 erhielt Uta Franck den Kulturförderpreis der Stadt Kelkheim sowie den Lyrik-Preis Kind & Kegel.

Die Autorin wurde 1942 in Meldorf, einer Kleinstadt an der Westküste Schleswig-Holsteins, geboren und arbeitete nach dem Studium in Frankfurt 30 Jahre als Lehrerin am Privatgymnasium Dr. Richter.

Uta Franck ist Leiterin der Kelkheimer Autorengruppe innerhalb der Kelkheimer Kulturgemeinde.

Weitere Informationen auf www.uta-franck.de


Nele Neuhaus

Mit einer Startauflage von 500 Exemplaren ihres Buches „Unter Haien“ begann im November 2005 in Kelkheim die Karriere der mittlerweile international bekannten Autorin Nele Neuhaus.

Fast ein viertel Jahrhundert lebte Nele Neuhaus in Kelkheim, sie ging auch hier zur Schule. Nachdem mehrere Verlage ihr erstes Manuskript abgelehnt hatten, beschloss die Autorin, ihre Bücher selbst zu verlegen.

„Großartige Unterstützung fand ich von Anfang an bei den örtlichen Buchhandlungen Gundula Herr, Viola’s Bücherwurm und der Buchhandlung Pabst, die meine Bücher eifrig verkauften, aber auch durch Bürgermeister Thomas Horn, die Mitarbeiter des Rathauses und besonders durch Peter Hillebrecht von der Kelkheimer Zeitung, der die allererste Buchkritik über mein Buch ,Unter Haien’ schrieb“, erinnert sich Nele Neuhaus an die Anfangszeit.

Die Kelkheimer waren ihre erste begeisterte Leserschaft. „Ich habe 23 Jahre lang – also fast die Hälfte meines bisherigen Lebens – in Kelkheim gelebt und mich dort ausgesprochen wohl gefühlt“, sagt die Autorin, die mittlerweile auch im Ausland aus ihren Büchern liest und auf der ganzen Welt begeisterte Fans hat.

Die Stadt erkannte früh das schriftstellerische Talent von Nele Neuhaus. Kulturreferentin Dr. Beate Matuschek organisierte 2007 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ein Fall für MTK“ eine Lesung im Kulturbahnhof Münster, bei der die Autorin sich und ihre Bücher erstmals einem breiten Publikum vorstellen konnte.

Seit 2008 ist Nele Neuhaus beim Berliner Ullstein-Verlag unter Vertrag und gehört mittlerweile zu einer der meistgelesenen Krimiautorinnen im deutschsprachigen Raum. Ihre Bücher rund um das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff spielen stets im Taunus – das macht sie für alle Leser, die in der Region zwischen Main und Taunus zuhause sind, zu einem ganz besonderen Krimivergnügen.

„Immer wieder finden die Kelkheimer ihre Stadt in meinen Büchern wieder: den Ruppertshainer Zauberberg, den Atzelbergturm in Eppenhain, den Goldenen Löwen in Münster, den berüchtigten Starenkasten am Ortsausgang Richtung Fischbach oder den Rettershof, den ich in meinen Büchern kurzerhand zum Familiensitz derer von Bodenstein gemacht habe“, erklärt Nele Neuhaus. Besonders freut sie sich darüber, dass auch in den Verfilmungen ihrer Bücher „Mordsfreunde“ und „Tiefe Wunden“, die 2014 erstmals ausgestrahlt werden sollen, immer wieder etwas von Kelkheim zu sehen sein wird.

Das ZDF verfilmte bisher mit „Schneewittchen muss sterben“, „Eine unbeliebte Frau“, „Mordsfreunde“ und „Tiefe Wunden“ vier Taunuskrimis.

Die Bücher erreichten bisher eine Gesamtauflage von 5 Millionen Exemplaren, die Rechte wurden in über 20 Länder verkauft, unter anderem nach Italien, Großbritannien, Australien, Thailand, Türkei, Frankreich, Spanien, Holland, Korea, Russland, Brasilien, Polen, China, Tschechien, Kroatien, Griechenland und in die USA.

Neben den Krimis schreibt Neuhaus für den Stuttgarter Thienemann-Verlag erfolgreich Jugendbücher, die sich um das Thema Pferde drehen, außerdem erscheint im Juni 2014 ihr Roman mit dem Titel „Sommer der Wahrheit“ unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg.

An Kelkheim hängt die Autorin noch heute. „Lesungen im Kino Kelkheim, in der Buchhandlung Pabst, im Kulturbahnhof Münster oder im Goldenen Löwen sind mir in wunderbarer Erinnerung, genauso wie der Tag im Dezember 2011, an dem ich die große Ehre hatte, mich im Schloss Rettershof ins Goldene Buch der Stadt Kelkheim eintragen zu dürfen“, berichtet sie. „Ich komme immer wieder gerne nach Kelkheim und zu meinen treuen Fans der ersten Stunde.“

Weitere Informationen über Nele Neuhaus, die seit 2011 erste offizielle Botschafterin des Main-Taunus-Kreises ist, gibt es auf www.neleneuhaus.de

 (Text und Interview: Anne Zegelman)


Paul Pfeffer

Paul Pfeffer ist nicht nur ein umtriebiger Autor, sondern auch ein talentierter Rezitator und Musiker. Immer wieder ist er auf Kelkheims Kulturbühnen zu Gast, und stets fesselt er die Zuhörer mit seiner lebendigen Vortragsweise und seinem Saxophonspiel.
„Gedichte sind dazu da, zum Klingen gebracht zu werden“, meint Paul Pfeffer – und er hält sich daran, wenn er Bertolt Brecht, Wilhelm Busch, Goethe und viele mehr vorträgt. Doch Pfeffer ist nicht nur mit Leidenschaft beim Rezitieren der Werke anderer dabei. Auch selbst hat der 1948 in Sobernheim an der Nahe geborene Germanist viel zu erzählen.
Er veröffentlichte die Bücher „Sophies Ratte“ (Rainer Nitzsche Verlag) und „Unterm roten Kleid“ (Czernik-Verlag, Edition L), außerdem zuletzt „Makel“ (2007, Edition Octopus, Münster) und „Ein Fall für MTK“ zusammen mit der Gruppe „MainCrime“ des Frankfurter Societäts Verlags (2011). Außerdem ist er in zahlreichen Anthologien vertreten.

Seine Geschichten und Gedichte sind bei Amazon im Kindle-Shop als E-Books erhältlich:
Mein Samthandschuh – Mein Dornenbett, Gedichte über die Liebe
Sophies Ratte, Tierische Geschichten
Alles Liebe, Geschichten über die Liebe
Der kleine hässliche Prinz, Märchen für Männer
Im Himmel der glücklichen Frauen, Schräge Kurzkrimis
Brinkmann kommt, Männergeschichten
Ach, die Liebe..., Zartbittere Geschichten über die Liebe

Paul Pfeffer erhielt 1996 den Inge-Czernik-Förderpreis der Freudenstädter Lyriktage, 2006 den Kulturpreis der Stadt Kelkheim und war 2011 für den Deutschen Kurzkrimi-Preis nominiert.

Weitere Informationen und aktuelle Lesungstermine des Autors gibt es auf www.paulpfeffer.de


Dieter Wunderlich

Dieter Wunderlich hat bereits fünf Sachbücher im Piper-Verlag veröffentlicht.

Die Titel, die von Kritikern als unterhaltsam und informativ gelobt wurden, heißen „EigenSinnige Frauen“, „WageMutige Frauen“, „AußerOrdentliche Frauen“, „Verführerische Frauen“ und „Unerschrockene Frauen“ und sind überall im Buchhandel erhältlich.

Seine Faszination für historische Frauenfiguren erklärt Wunderlich selbst so: „Weil es für Frauen weitaus schwieriger ist, erfolgreich zu sein und Männern ohnehin oft genug Denkmäler errichtet wurden, beschäftige ich mich lieber mit den besonderen Leistungen von Frauen.“

Dieter Wunderlich wurde 1946 in München geboren und zog 1989 mit seiner Frau Irene nach Kelkheim. Der studierte Psychologe arbeitete von 1973 bis 2001 im Management eines großen internationalen Unternehmens. Mitte der 90er Jahre begann er mit dem Schreiben.

Seit 2002 bietet Wunderlich außerdem auf einer nicht-kommerziellen Seite regelmäßig Buch- und Filmtipps an. 4300 Rezensionen hat er auf www.dieterwunderlich.de bereits gesammelt und sich dadurch in der Buchszene mittlerweile einen Namen gemacht.

(Text: Anne Zegelmann)